Waste ( Müll)


( Frage eines frei geborenen Katzenkindes an die Menschen )

Ich bin ein Leben, so wie Du.
Ich bin geboren, so wie Du.
Ich möchte leben, so wie Du.
Aber ich bin nur Müll in deiner Welt.

Geboren um zu leiden, zu hungern, zu frieren, - zu sterben.
Warum?
Wenn Du mich nicht willst, warum läßt Du es zu daß ich geboren werde?
In eine Welt für die kein Platz für mich ist, - in Deiner Welt.

Ich fühle Schmerzen, so wie Du.
Ich habe Hunger, so wie Du.
Ich sterbe, so wie Du.
Warum läßt Du Mensch dies alles zu ?

S.L.




Ausgesetzt




Hatte einmal ein Zuhause,
war dort glücklich und froh.
Dachte das die Menschen mich lieben,
doch dem war wohl nicht so.

Als der Sommer kam wollten sie verreisen,
packten ihre Sachen ein.
Dachte sie nähmen mich mit auf ihre Reise,
doch sie taten es nur zum Schein.

Für mich war die Fahrt bald zuende,
warfen mich aus dem Auto raus.
In einer mir fremden, unbekannten Gegend,
fuhren schnell davon, - was für ein Graus!

Tag und Nacht irre ich nun ziellos herum,
wurde vor Hunger und Durst schon ganz dünn.
Der Glanz wich aus meinem Fell,
sehe ganz struppig aus und fühle mich auch schlimm.

Menschen werfen Steine,
schreien mir hinterher.
Wurde von einem Auto angefahren,
hinke nun auf drei Beinen umher.

Habe kein Dach über dem Kopf,
halte dieses Leben nicht mehr lange aus.
Spüre meine Kraft geht zuende,
warum gibt es für mich nur kein Zuhaus?

Schon bald kommt der Winter,
die Kälte, der erste Schnee.
Bin inzwischen krank an Körper und Seele,
alles tut mir weh.

Bin nicht als Streuner geboren,
habe es mir nicht ausgesucht.
Mein Schiksal liegt in Menschenhänden,
habe doch immer nur mein Bestes versucht.

Spüre mein junges Leben geht zuende,
noch ehe der neue Tag anbricht.
Sehe das helle Licht schon kommen,
das mir ein besseres Leben verspricht.

Gehe in eine andere, neue Welt,
ohne Hunger, Kälte und Schmerz,
und auch ohne die Menschen,
die gebrochen haben mein kleines Herz.

Bin nicht als Streuner geboren,
habe es mir nicht ausgesucht.
Mein Schiksal lag in Menschenhänden,
doch mir zu helfen hat niemand versucht.

S.L.



In Gedanken ( für Meggie)

Wie ein Vogel ohne Flügel,
wie der Schatten ohne das Licht,
so fühle ich mich an manchen Tagen,
denn dann fehlt mir Dein liebes Gesicht.

Brachtest Freude in mein Leben,
warst mein kleiner Sonnenschein.
Doch das Schiksal war dagegen,
durftest nicht lange bei mir sein.

So stehe ich jetzt oft im Garten,
seh zu einem kleinen Grab.
Denk an Tage die vergangen,
und was ich verloren hab.

Wie ein Vogel ohne Flügel,
wie der Schatten ohne das Licht.
So fühle ich mich an manchen Tagen,
doch vergessen werde ich Dich nicht.

S.L.


Abschied ( für Annie )


Der Wind er weht ein Blatt vom Baum,
es ist nur eins von vielen.
Es fällt so leis, man merkt es kaum,
bleibt still am Boden liegen.

Manch einer denkt: was macht das schon?
Es gibt doch noch so viele!
Doch dieses eine Blatt warst DU,
ein Teil von meinem Leben.

Es ist so schwer Dich gehen zu lassen,
Du prägtest doch mein Leben.
Und daher wird mir dieses eine Blatt,
von nun an immer fehlen.


 

für zwei kleine namenlose Katzen....

 

Little graves

 

Little graves are always on my mind.

Little graves near to me and far behind.

Little graves I have to accept,

the ones I`m still loving will never come back.

                                                                           S.L.

 

Little lamp

 

Little tiny lamp with your light so bright

please guide me trough my darkest night.

Show the ones I have lost their way back home,

tell them with your light so bright they`ll never be alone.

                                                                                            S.L.

 

 

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